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Ausbruch-Handel perfektionieren

Lernen Sie, Ausbrüche zu identifizieren, zu bestätigen und mit bewährten Techniken gewinnbringend zu handeln. Ein umfassender Leitfaden für Trader aller Erfahrungsstufen.

12 min Lesezeit
Januar 2025

Was sind Ausbrüche und warum sind sie wichtig?

Ein Ausbruch ist ein wichtiges technisches Analysesignal, das auftritt, wenn der Preis eines Finanzinstruments über einen etablierten Widerstand oder unter eine etablierte Unterstützungslinie bricht. Diese Preisbewegungen signalisieren oft den Beginn einer neuen Trendphase und können erhebliche Handelsmöglichkeiten bieten.

Professionelle Trader nutzen Ausbrüche als Einstiegspunkte für neue Positionen. Ein erfolgreicher Ausbruch deutet darauf hin, dass sich die Marktdynamik ändert und neue Käufer oder Verkäufer den Markt betreten. Dies kann zu schnellen und profitablen Preisbewegungen führen, insbesondere wenn das Ausbruchsvolumen hoch ist.

Professionelle Traderin analysiert Ausbruchmuster auf mehreren Monitoren in modernem Büro
  • Volatilität nutzen: Ausbrüche treten oft mit erhöhter Volatilität auf, was große Gewinnmöglichkeiten schafft.
  • Trendbestätigung: Ein erfolgreicher Ausbruch bestätigt oft einen neuen Trend oder die Fortsetzung eines bestehenden.
  • Klare Einstiegspunkte: Ausbrüche bieten präzise Einstiegs- und Stop-Loss-Punkte für Risikomanagement.

Widerstand und Unterstützung: Die Grundlagen erkennen

Das Erkennen von Widerstands- und Unterstützungsniveaus ist der erste Schritt zur erfolgreichen Ausbruchanalyse. Diese Preisniveaus sind Punkte, an denen der Markt in der Vergangenheit Schwierigkeiten hatte, über (Widerstand) oder unter (Unterstützung) bestimmte Preise zu gehen.

Widerstandsniveaus sind Preispunkte, bei denen Verkäufer historisch dominiert haben, was zu Preisrückgängen führte. Umgekehrt sind Unterstützungsniveaus Preispunkte, bei denen Käufer eingestiegen sind und den Preis nach oben getrieben haben. Je häufiger ein Preis ein Niveau testet, ohne es zu durchbrechen, desto stärker wird dieses Niveau.

Wichtiger Tipp: Mehrfache Tests erhöhen die Bedeutung

Widerstand und Unterstützung werden stärker, wenn sie mehrfach getestet werden. Ein Niveau, das drei oder vier Mal getestet wurde, ist ein stärkerer Breakout-Kandidat als ein Niveau, das nur einmal berührt wurde.

Bei der Identifikation dieser Niveaus sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Horizontale Niveaus: Offensichtliche Preisniveaus, an denen der Markt mehrfach reagiert hat.
  • Trendlinien: Diagonale Linien, die eine Reihe von Hochs oder Tiefs verbinden.
  • Psychologische Niveaus: Runde Zahlen wie 100, 50, oder 1000, bei denen viele Trader reagieren.
  • Gleitende Durchschnitte: Technische Indikatoren, die oft als dynamische Widerstands- und Unterstützungsniveaus dienen.
Wichtiger Hinweis zum Risiko

Der Ausbruchhandel ist eine spekulative Handelsstrategie, die erhebliche Risiken mit sich bringt. Die in diesem Artikel beschriebenen Techniken dienen nur zu Bildungszwecken und sind nicht als professionelle Finanzberatung gedacht. Vergangene Leistungen garantieren keine zukünftigen Ergebnisse, und der Handel mit Finanzinstrumenten kann zu vollständigem Kapitalverlust führen.

Bevor Sie mit echtem Kapital handeln, konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Finanzberater und führen Sie umfassende Recherchen durch. Verwenden Sie immer angemessenes Risikomanagement, einschließlich Stop-Loss-Aufträge und Position-Sizing, um Ihr Kapital zu schützen.

Ausbruchbestätigung: So vermeiden Sie Fehlausbrüche

Nicht alle Ausbrüche sind echte Ausbrüche. Ein „Fehlausbruch” tritt auf, wenn der Preis über einen Widerstand bricht, aber schnell wieder zurückfällt. Diese können kostspielig sein, wenn Sie in die falsche Richtung einsteigen. Professionelle Trader verwenden daher Bestätigungstechniken, um echte Ausbrüche von Fehlausbrüchen zu unterscheiden.

Die wichtigsten Bestätigungsindikatoren sind Volumen, Preisaktion und technische Indikatoren. Ein echter Ausbruch sollte mit deutlich erhöhtem Handelsvolumen einhergehen. Dies zeigt, dass viele Marktteilnehmer an dieser Preisbewegung beteiligt sind, nicht nur eine kleine Gruppe von Spekulanten.

Handelsbildschirm zeigt Volumenindikator und Ausbruchmuster während Marktanalyse-Sitzung

Die besten Bestätigungsmethoden sind:

  1. Volumenebestätigung: Das Volumen sollte bei echten Ausbrüchen mindestens 50-100% über dem durchschnittlichen Volumen liegen.
  2. Schlusskurs-Bestätigung: Der Schlusskurs sollte deutlich über dem Widerstand liegen, idealerweise nicht nur der Intraday-High.
  3. Rücktest-Bestätigung: Nach einem Ausbruch kann ein Rücktest zum Widerstandsniveau als Kaufgelegenheit dienen.
  4. Indikator-Bestätigung: RSI, MACD oder andere Indikatoren sollten Bestätigung durch Divergenzen oder Überverkauft/Überkauft-Bedingungen zeigen.

Bewährte Ausbruchhandelsstrategien für profitables Trading

Es gibt mehrere bewährte Strategien, die professionelle Trader zur Gewinnmaximierung aus Ausbrüchen nutzen. Jede Strategie hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und eignet sich besser für bestimmte Marktbedingungen.

1. Die Long-Breakout-Strategie

Dies ist die einfachste Ausbruchstrategie. Sie kaufen, wenn der Preis über einen starken Widerstand ausbricht. Der Stop-Loss wird unter dem Widerstandsniveau oder unter dem letzten Tief vor dem Ausbruch platziert. Das Gewinnziel wird oft basierend auf der Höhe des Preiskanals oder unter Verwendung von technischen Niveaus bestimmt.

2. Die Rücktest-Strategie

Diese fortgeschrittene Strategie nutzt die Tatsache, dass der Preis oft nach einem Ausbruch zum ursprünglichen Widerstandsniveau zurückkehrt, der jetzt zu Unterstützung wird. Aggressive Trader kaufen beim Ausbruch, während konservativere Trader auf den Rücktest warten und dann mit besseren Einstiegspunkten einsteigen.

Professionelle Praxis: Zwei-Punkt-Entry

Viele professionelle Trader teilen ihre Position in zwei Teile: Sie nehmen die Hälfte beim Ausbruch und die andere Hälfte beim Rücktest. Dies balanciert Risiko und Belohnung aus.

3. Die Multi-Timeframe-Strategie

Diese Strategie nutzt Ausbrüche in mehreren Zeitrahmen für stärkere Bestätigung. Ein Trader könnte auf einen Ausbruch in einem 1-Stunden-Chart achten, der durch einen Ausbruch in einem 4-Stunden-Chart bestätigt wird. Dies reduziert Fehlausbrüche erheblich.

  • Risikomanagement: Nutzen Sie immer Stop-Loss-Aufträge, mindestens 10-15 Pips unter dem Ausbruchsniveau.
  • Position-Sizing: Berechnen Sie Ihre Positionsgröße so, dass Sie nicht mehr als 1-2% Ihres Kontos pro Trade verlieren.
  • Gewinnmitnahmen: Legen Sie Gewinnziele fest, bevor Sie einsteigen, basierend auf Risiko-Gewinn-Verhältnissen von mindestens 1:2.